Sonntag, 24. August 2008

Mein Freund in Panama

Nachdem wir (noch immer in Colon) zwar ein Schiff mit Kapitaen gefunden hatten, der von jedem von uns jedoch 300 Dollar verlangte, nahm unser Abenteuer in Colon ein jaehes Ende. Das Abenteuer meiner Reise sollte jedoch noch lange nicht verueber sein (so hatte ich entschieden)! Auch John, der zwar, aus finanziellen Gruenden, ein Flug nach Hause nahm, hielt das Abenteuer aufrecht, indem er seinen Bruedern und Freunden erzaehlte, wir haetten faelschlicherweise ein Drogenschmugglerboot genommen, sie haetten uns erwischt und deportiert. Wer ihn kennt, glaubt ihm das!

Mein Abenteuer ging in Panama City weiter, wo ich gleich mal die Moeglichkeit nutzte, die amerikanische Botschaft aufzusuchen. Ich habe bloederweise beim Verlassen der USA vergessen, den gruenen Imigrationszettel abzugeben, was mir bei einer zukuenftigen Einreise Schwierigkeiten verursachen koennte, da ich offiziell nie ausgereist bin (An was man nicht alles denken muss!) Die Botschaft befindet sich aber natuerlich, wie es sich fuer die Vereinigten Staaten ziert, nicht bloss in einem huebschen Gebaeude, nein, sie braucht natuerlich gleich ein ganzes Gelaende (namens Clayton). Dort wich ich gleich mal 3 Stunden von meinem Abenteuerpfad ab und bewegte mich auf buerokratischen Wegen, sprich, in der Wartezone, um dann nach einem 1 Minuten Gespraech einen Zettel mit Anweisungen ausgehaendigt zu bekommen.

Am Weg zum Flughafen (ja es ist wahr, ich hab mich fuer einen Flug nach Caracas entschieden, was mir ihm Herzen zwar etwas schmerzt, da ich meine Reise ja auf dem Land- und Wasserweg bestreiten wollte) hatte ich bei der Wahl des Taxis ein seltsames glueckliches Haendchen. Das Gespraech mit dem jungen Taxifahrer begann ganz gewoehnlich. Uebliche Geschichte, was ich so mache: Reise von NY nach Brasilien, Freunde besuchen, nicht viel Zeit fuer alle Laender, bla bla bla... Da die Reise einige Zeit dauerte, erreichten wir auch mal das Essensthema, was ihn gleich auf Dunkin' Donuts brachte und mir gleich mal einen Umweg zu seiner Wohnung bescherte, wo er noch 2 Stueck Donuts hatte. (Man stelle sich das in Oesterreich vor: man will zum Hauptbahnhof, macht aber kurz mal halt in der Wohnung des Taxifahrers, weil er noch ein Stueck Sachertorte zuhause hat.) Egal, ich bin hier in Panama! Nachdem ich seine ganze Wohnung kennengelernt hatte, sein Hunger aber noch nicht ganz gestillt war, machten wir dann auch noch gleich bei Kentucky Fried Chicken halt (man erinnere sich, ich bin noch immer mit dem Taxi unterwegs!). Danach gings aber dann wirklich zum Flughafen! Auf dem Weg dorthin tauschten wir noch Emails aus, er gab mir zur Sicherheit gleich noch seine Telefonnummer, da wir uns ja durchaus besser kennengelernt hatten. Zur Verabschiedung reichte er mir noch die Hand und sagte:

"Tienes un amigo en Panama" (Du hast einen Freund in Panama)

Also...jetzt hab ich auch einen Freund in Panama. Schoen.

Panama City

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