Samstag, 16. August 2008

...denn erstens kommt es anders und zweitens als man denkt!

Was waere eine Reise, ohne einen gewissen Hauch von Abenteuer! Verlief die bisherige Reise relativ wie erwartet, muss ich ab hier, ab Panama, gewaltig vom geplanten Pfad abweichen.

Grund 1: die Zeit
Da ich vorallem in Nordmexico mehr Zeit als geplant verbracht habe und mein letztes Reisemonat bereits zu broeckeln begonnen hat, werde ich meine Route aendern und nicht ueber Peru, sondern ueber Venezuela nach Brasilien fahren. Und dass auf dem schnellsten Wege. Das heisst natuerlich auch, dass ich Macchu Picchu nicht sehen werde, jedoch wird dies sicherlich nicht mein letzes Mal in Suedamerika sein!

So einfach es nun auch war dem Faktor Zeit beizukommen, so schwierig wird jedoch das naechste Hindernis (im wahrsten Sinne des Wortes)...

Grund 2: die Darian Schlucht
Zur Zeit befinde ich mich in Colon, im Norden Panamas, gluecklicherweise nicht allein, sondern in Begleitung von John, einem jungen Abenteurer aus Wisconsin, mit dem ich nicht nur das Hotelzimmer teile, sondern auch das Problem, relativ guenstig nach Columbien kommen zu wollen. Und das bedeutet per Boot. Wir haben bereits einen ganzen Tag damit verbracht, von einem Hafen zum anderen zu laufen, auf der Suche nach einem Kapitaen, der uns auf seinem Schiff mitnimmt. Egal, ob Fischerboot oder Frachter. Nachdem wir bereits am Hafen von Coco Solo, etwas ausserhalb von Colon waren, wo Familien unter einfachsten Verhaeltnissen leben und wir vermutlich die ersten Weissen waren, die die Kinder dort je gesehen haben, stiessen wir, zurueck in Colon auf ein paar hilfsbereite Menschen. Und so wurden wir von Kapitaen zu Comodore, von Comodore zu irgendwelchen dahergelaufenen Hafenarbeitern geschickt. Das Resultat: Es gibt keine Boote nach Columbien!

Wie John so schoen bemerkte: "They always say there are no boats! I see millions of them, one has to go to Columbia!"

Das finde ich mal auch!

Wir haben zumindest noch einen Namen eines Kapitaens und eines Schiffes, wo es angeblich sogar die Moeglichkeit geben soll, gegen Arbeit kostenfrei mitfahren zu koennen. Heute (Samstag) wird jedoch mal pausiert, auch um den gestrigen Reinfall zu verdauen, der dann noch kraeftig mit Alkohol begossen wurde und John ein paar Stunden bei der Polizei bescherte, wegen Trinkens in der Oeffentlichkeit. Er konnte sich jedoch fuer 10 Dollar freikaufen.

So werden wir uns nun noch laenger als geplant in Colon aufhalten, in einer Stadt voller Schwarze, als einzige Weisse, wo Geschaefte und Restaurantes ausschliesslich von Chinesen gefuehrt werden und mindestens jede zweite Strasse als peligroso (gefaehrlich) bezeichnet wird. Ganz so schlimm kommts mir dann aber doch nicht vor, auch nachts nicht, obwohl uns in einer Strasse bereits von einer Frau freundlich gestikuliert wurde, dass wir besser schnell verschwinden sollten.

Wa steht nun unterm Strich? Die Zukunft meiner Reise steht in den Sternen. Mein Eifer jedoch ist ungebrochen: All-Inclusive den Massen, das Abenteuer fuer mich!


in Panama sieht die Welt ganz anders aus!

Colon

John, beim Studieren, wie man nach Columbien kommen kann

In der Regenzeit verbringt man viel Zeit im Hotel:




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