Dienstag, 16. September 2008

Salvador de Bahia - "mein persönliches Rio" und das Ende einer Reise

Meine Erwartungen von Salvador de Bahia waren nicht groß. Laut Reiseführer ein wunderschönes Städtchen mit starkem afrikanischen Einfluß,  der auch eindeutig sichtbar war. Die Hautfarbe wird dunkler, die Straßen werden bunter und der stark afrikanisch geprägte Capuera-Tanz an jeder Ecke!
das malerische Salvador de Bahia

Eigentlich hatte ich nur vor, ein paar gemütliche Stunden dort zu verbringen, bis ich meinen Flug nach Hause antreten wollte. Tatsächlich jedoch entpuppte sich Salvador als das, was ich meine "persönliche Entschädigung" für das verregnete Rio nenne: eine wunderschöne Altstadt, wunderschönes Wetter, weißer Sandstrand, dem Stereotyp entsprechende Brasilianerinnen und Party in jeder Gasse.

So geschah es nun, dass ich trotz größter Vorfreude auf zuhause, nach nur zwei Tagen in Salvador, eine Spur von Wehmut bei meinem Abschied spürte! 
Nach meiner anschließenden Atlantiküberquerung, mit 150 Deutschen im Flugzeug, war ich dann auch schon fast wieder zu Hause. 

***

Nach nun knapp 3 Monaten auf Reisen, der Durchquerung vieler Teile des amerikanischen Kontinents, vielen wunderschönen Orten und Momenten, vielen einsamen Stunden im Bus, einer Menge neuen Bekanntschaften, sowie einigen neuen, tiefen Freundschaften, aber auch so manchen Tagen des Verzweifelns, ist es nicht einfach ein Fazit aus meiner Reise zu ziehen. Vermutlich muss ich mir selbst erst darüber klar werden und mir erneut zu Bewußtsein führen, was ich wirklich erlebt habe. Einiges kann ich jedoch bereits jetzt schon sagen: jeder Tag dieser Reise hat mich, mein Denken und Handeln, für die Zukunft nachhaltig verändert.

"Die Welt ist ein Buch. Wer nie reist, sieht nur eine Seite davon." (Aurelius Augustinus)

...diese Augen haben viel gesehen

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