You know what you can and you know what you can't. So sit down, relax and have a good ride!
Nach mehreren Busfahrten mit Greyhound weiss man auch tatsaechlich was mit diesen Worten gemeint ist: kein Rauchen, kein Alkohol, keine laute Musik oder lautes Gerede, sondern ruhig dasitzten und manchmal aufs Klo gehen, das darf man.
So oder ein bisschen ausfuehrlicher (mit genauer Beschreibung was ein Handy machen darf und was nicht) beginnt jede Greyhoundreise, auch meine, die dann insgesamt 2,5 Tage dauern sollte.
In Foren hatte ich gelesen, dass man nicht zu weit vorne oder zu weit hinten sitzen sollte, da dort die schraegen Leute seien. Also: vorne sitzen die Alten, da riechts nach alten Leuten und nach langer Weile und hinten, da riechts nach Toilette. Trotzdem ist mein Liebelingsbereich eher im hinteren Viertel. Man trifft dort tatsaechlich recht unterschiedliche Leute, ich wuerde sie aber nicht als schraeg sondern eher interessant bezeichnen! Da trifft man Menschen, die in sechs Wochen heiraten und gerade von zuhause weglaufen, Familienvaeter die Tabletten (vermutlich Schmerztabletten) an andere Passagiere verkaufen, Leute die aufgrund des Starfregisters nicht nach Mexico einreisen duerfen,usw.
Obwohl die meisten Leute auf mein Vorhaben, von der Ost zur Westkueste ohne richtigen Zwischenstop mit einem Laecheln begegneten, muss ich sagen, dass es halb so schlimm war (fuer mich halt). Die Reise ging durch wunderschoene Gebiete, wie die
Rocky Montains, mit bekannten Ortsnamen, wie Frisco, Beaver Creek oder Colorado Springs und auch Las Vegas. Zwischendurch kommen auch Orte wie "No Name" oder Strassen wie "Zzyzx" unter!
Ein paar Kleinigkeiten gabs dann aber doch, die die Reise etwas anstrengender als noetig machten. Zusammendfassend bezeichne ich es mal als das "Greyhound-Chaos". Busfahrer, die selbst nicht wissen wie es weitergeht; an jeder Station zittern, dass man seinen Bus mitsamt Gepaeck wieder findet, weil man aussteigen muss, damit der Bus gereinigt wird; ungeplante Buswechsel; Verspaetungen ab der ersten Haltestation, etc.
Ein bisschen entaeuscht war ich auch, dass sich die Busse veraendert haben, sie sind jetzt nicht mehr silbern, sonder weiss mit einem blauen Greyhound. Dass sich unter dieser Huelle aber noch die Busse der letzten Jahrzehnte befinden, erkennt man nicht nur an der Silberschicht unter dem herabfallenden Lack, sondern auch an dem Zustand der Klimaanalage, die, manchmal lauter als ein Rasenmaeher, einen in der Nacht frieren laesst.
So jetzt wird in San Diego der vierte Juli gefeiert (ein Grund zum feiern ist ein Grund zum feiern!) und dann gehts ab ueber die Grenze bei Tijuana nach Baja California.
Fotos folgen hoffentlich bald!
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2 Kommentare:
Lieber andi! wollte mich auch mal melden. bein blog ist echt sehr schön und klasse, super dasst das gmacht hast. also so wies ausschaut gehts dir gut und man braucht sich keine sorgen machen (obwohl die gfährlichen länder kommen ja erst...:-)).
übrigens hab dir auch ein mail geschrieben!
liebsten gruß adina
¿Und wo war der Marine, der gerade vom Krieg Heimkehrt? der muss doch, laut offizieller Anweisung, in jedem Greyhound mitfahren!
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